Brände auf Madeira

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Im August dieses Jahres wurde Madeira erneut von einem Naturphänomen heimgesucht, das uns leider nicht ganz fremd ist: Waldbrände. Gerade in den Sommermonaten, wenn die Temperaturen steigen und die Winde trocken durch die Täler und Berge fegen, besteht die Gefahr von Feuern, die sich schnell ausbreiten können. Die Brände, die dieses Jahr ausgebrochen sind, haben bei vielen Bewohnern und Besuchern gleichermaßen Besorgnis ausgelöst. Auch wenn Teile der Insel betroffen waren, gibt es dennoch viele positive Nachrichten, die Hoffnung und Zuversicht geben.

Wir waren selbst noch Anfang September vor Ort und haben uns ein Bild von der Situation machen können – hier ein aktuelles Foto vom wunderschönen Gebiet Rabaçal, eines unserer absoluten Highlights der Insel. (Wer genau hinschaut, sieht das sehr empfehlenswerte Forsthaus dort.)

Die Auswirkungen der Brände

Die Flammen haben in einigen Gebieten der Insel gewütet und Spuren hinterlassen. Besonders trockene Vegetation und landwirtschaftliche Flächen wurden Opfer der Feuer. Einige Bauern haben Verluste erlitten, und die betroffenen Gebiete sind verkohlt – ein trauriger Anblick, der uns zeigt, wie verwundbar die Natur in heißen und trockenen Perioden sein kann. Doch gleichzeitig erinnert uns diese Situation daran, wie widerstandsfähig die Natur Madeiras ist und wie schnell sie sich erholen kann.

Schnelle Erholung der Natur

Madeira ist eine Insel, die für ihre üppige Vegetation und ihre beeindruckende Artenvielfalt bekannt ist. Die feuchten und gemäßigten Klimabedingungen tragen dazu bei, dass die Pflanzenwelt in vielen Gebieten schnell regeneriert. Schon in der Vergangenheit konnte man wenige Wochen nach den Bränden beobachten, wie neues Grün durch die Asche hervorbrach. Das Buschwerk und die widerstandsfähigen Gräser kehren zurück, und die ersten Farbtupfer von Wildblumen lassen die verbrannten Flächen bald wieder lebendig wirken.

Wir selbst waren noch Anfang September vor Ort und haben sehen können, wie schnell sich die Natur erholt. So konnten wir in Prazeres, wo die Brände im Oktober 2023 gewütet haben, schon beobachten, wie die Vegetation in weniger als einem Jahr wieder grün sprießt. Hier sieht man eindrucksvoll, dass die Natur auf Madeira robust und anpassungsfähig ist.

Denn es ist nicht das erste Mal, dass Madeira mit Bränden konfrontiert wurde, und die Insel hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie sich rasch erholen kann. Es ist beeindruckend, wie schnell sich die Natur neu ordnet und wie rasch das Leben in den betroffenen Gebieten wieder sprießt.

Die unberührten Lorbeerwälder

Eine der besten Nachrichten für alle Naturfreunde und Wanderbegeisterten ist, dass die geschützten Lorbeerwälder, die „Laurisilva“ genannt werden, kaum von den Bränden betroffen waren. Diese einzigartigen Wälder, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören, beherbergen eine unvergleichliche Flora und Fauna. Dank der besonderen geografischen Lage und der feuchten Luft, die in den höheren Lagen vorherrscht, sind die Lorbeerwälder auch in trockenen Sommern gut vor Bränden geschützt.

Insbesondere die Wandergebiete rund um Rabaçal und Fanal – beliebte Ziele für Wanderer und Naturfreunde – sind unversehrt geblieben. Wir haben diese Wanderungen im September selbst gemacht und können bestätigen, dass die Natur hier weiter so üppig und grün ist, wie man es sich erhofft. Die Wege, die durch diese uralten Wälder führen, stehen weiterhin zur Verfügung, und die frische, klare Luft sowie die atemberaubenden Aussichten laden dazu ein, die Schönheit der Natur in vollen Zügen zu genießen.

Rabaçal: Ein Paradies für Wanderer

Das Gebiet von Rabaçal ist eines der schönsten Wanderziele Madeiras. Hier kannst du die berühmten Levadas – die traditionellen Bewässerungskanäle der Insel – entlangwandern, vorbei an Wasserfällen, tiefen Schluchten und dichten Wäldern. Die Wanderung zur „25 Fontes“, einem malerischen Ort mit zahlreichen kleinen Wasserfällen, ist ein absolutes Muss für jeden, der die natürliche Schönheit Madeiras erleben möchte.

Glücklicherweise hat das Feuer diesen Teil der Insel nicht erreicht, sodass hier die Wanderwege offen sind und du weiterhin die friedliche Atmosphäre dieses Naturwunders genießen kannst. Das satte Grün des Waldes, das Plätschern der Levadas und die frische Bergluft machen Rabaçal zu einem Ort, an dem man die Hektik des Alltags hinter sich lassen kann.

Fanal: Magischer Nebelwald

Auch Fanal ist von den Bränden verschont geblieben. Dieses Gebiet ist für seinen mystischen Lorbeerwald bekannt, der oft in Nebel gehüllt ist und eine fast märchenhafte Atmosphäre ausstrahlt. Die uralten Bäume mit ihren knorrigen Ästen und dem dichten Moosbewuchs wirken wie aus einer anderen Welt – ein wahres Paradies für Fotografen und Naturfreunde.

Die Wanderungen rund um Fanal sind sowohl für erfahrene Wanderer als auch für Anfänger geeignet und bieten spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Berge und Täler. Besonders in den frühen Morgenstunden, wenn der Nebel noch über dem Wald liegt, kannst du hier eine ganz besondere Ruhe und Stille erleben.

Auch hier hat das Feuer keinen Schaden angerichtet, sodass du deinen Besuch in diesem magischen Ort ohne Einschränkungen planen kannst.

Die Rückkehr des Lebens

Auch wenn die Brände kurzfristig Spuren hinterlassen haben, zeigt uns die Natur auf Madeira einmal mehr ihre Widerstandskraft. Es dauert nicht lange, bis die Vegetation wieder dichter wird und die Natur erneut in vollem Glanz erstrahlt.

Die Tierwelt Madeiras, darunter viele Vogelarten, die auf der Insel heimisch sind, hat sich größtenteils in unberührte Gebiete zurückgezogen und kehrt nun langsam in die betroffenen Gebiete zurück. Das Zusammenspiel zwischen Flora und Fauna ist auf Madeira stark, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Natur ihren gewohnten Rhythmus wiederfindet.

Schutzmaßnahmen und dein Beitrag

Die Regierung und die lokalen Behörden auf Madeira haben in den letzten Jahren viel in den Schutz der Natur investiert. Auch du als Besucher kannst deinen Beitrag leisten, indem du achtsam mit der Natur umgehst. Verzichte darauf, in trockenen Gebieten zu rauchen oder Feuer zu machen, und halte dich an die ausgewiesenen Wanderwege. So trägst du dazu bei, dass die Schönheit Madeiras auch in Zukunft erhalten bleibt.

Fazit: Madeira bleibt ein Naturparadies

Die Brände im August haben zweifellos einige Herausforderungen mit sich gebracht. Doch wie immer zeigt uns Madeira, dass die Natur in der Lage ist, sich zu erholen und mit neuer Kraft zu erblühen. Unsere persönlichen Favoriten rund um Rabaçal und Fanal stehen mit ihren zauberhaften Wanderungen weiterhin zur Verfügung, und auch in den betroffenen Gebieten wird das Leben schnell zurückkehren.

Wenn du Madeira besuchst, wirst du feststellen, dass die Schönheit der Insel ungebrochen ist. Die Wanderwege laden nach wie vor dazu ein, die atemberaubenden Landschaften zu erkunden, und die gastfreundlichen Menschen auf der Insel freuen sich, dich willkommen zu heißen. Die Brände sind Teil eines natürlichen Kreislaufs, doch Madeira bleibt das, was es immer war: ein grünes Paradies im Atlantik.

Lass dich also nicht von den Nachrichten über die Brände abschrecken. Pack deine Wanderschuhe ein und entdecke die Magie der Insel – sie wartet auf dich, in all ihrer Pracht!